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Porsche Abgasskandal: Hersteller kündigt Update an

Besitzer eines Porsche Cayenne V6 Diesel erhalten nach und nach Post von der Porsche AG.

Darin räumt Porsche ein, dass bei dem Modell Cayenne V6 Diesel (92AAC1) „Unregelmäßigkeiten bei zugekauften Komponenten im Bereich der Motorsteuerung“ festgestellt wurden.

Ebenso räumt der Hersteller ein, dass das Software-Update derzeit durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) noch nicht freigegeben wurde, und somit noch nicht feststeht, ob das Software-Update den Motor in die Lage versetzt, die strengen Vorgaben der angegebenen Abgasnorm EU6 einzuhalten.

Das KBA hatte im Sommer ein Zulassungsverbot für das betroffene Modell verhängt und Porsche aufgefordert, die bereits in Verkehr gebrachten Fahrzeuge nachzubessern.

Besitzer eines mit Manipulationssoftware ausgestatteten Porsche Cayenne Diesel sollten gut überlegen, ob sie bereit sind, die Durchführung eines solchen Software-Updates zu akzeptieren.

Die Frage der Mangelhaftigkeit des Fahrzeugs dürfte ähnlich zu den bereits vielfach gerichtlich bestätigten Fällen des 2.0 TDi Motors (EA189) aus dem VW-Konzern zu beantworten sein.

Die Rechte der Besitzer betroffener Fahrzeuge richten sich danach, ob es sich um einen Neuwagen oder ein Gebrauchtfahrzeug handelt.

Der Käufer eines Neuwagens kann binnen zwei Jahren ab Übergabe des Fahrzeugs vom Verkäufer Nacherfüllung verlangen. Der Käufer hat grundsätzlich die Wahl, die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer neuen, mangelfreien Sache zu verlangen.

Derzeit ist eine Tendenz der Gerichte feststellbar, die Händler zu verurteilen, den Käufern im Austausch gegen die manipulierten Fahrzeuge ein neues, mangelfreies Fahrzeug zu liefern, selbst dann, wenn mittlerweile ein Modellwechsel stattgefunden hat. Der Käufer kann also ein fabrikneues Fahrzeug im Austausch gegen sein gebrauchtes Fahrzeug verlangen, ohne eine Nutzungsentschädigung für die bereits mit dem manipulierten Fahrzeug zahlen zu müssen.

Käufer eines mit Manipulationssoftware versehenen gebrauchten Porsche Cayenne Diesel bleibt dagegen nur die Nachbesserung und/oder der Rücktritt vom Kaufvertrag. Hierbei ist vor den Gerichten umstritten, ob dem Käufer eine vorherige Fristsetzung zur Nachbesserung zumutbar ist, oder ob der Käufer aufgrund der verwendeten Manipulationssoftware direkt vom Kaufvertrag zurücktreten und die Rückzahlung des Kaufpreises verlangen kann.

Rechtsanwalt Peter Rennert rät dazu, entsprechende Schritte schnellstmöglich einzuleiten, und zur Sicherheit die Vorgehensweise mit einem auf diesem Gebiet versierten Rechtsanwalt abzuklären. Hierzu bietet die Kanzlei Rennert & Demtröder in Dortmund eine kostenlose Erstberatung an, in der die einzelnen Schritte vorab abgestimmt werden, und auch die Frage möglicherweise bestehender Schadensersatzansprüche gegen die Porsche AG sowie die Übernahme der Kosten durch die Rechtsschutzversicherung abzuklären.

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